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Die Fussballerin | U21

Leandra-Sherylin Flury (19) spielt seit dem Kindergarten Fussball. Mit elf Jahren wurde sie von den FCZ-Frauen angefragt und inzwischen spielt sie in der U21 der FCZ-Frauen. Flury hofft auf den Sprung in die NLA und darauf, einmal im Dress der Schweizer-Nationalmannschaft spielen zu können.

Frau Flury, wo steht der Frauenfussball in der Schweiz?

Leandra-Sherylin Flury: Es hat sich in den letzten Jahren einiges getan und das Interesse am Frauenfussball hat sicher zugenommen. Das hängt wohl mit den Erfolgen der Schweizer Frauen-Nationalteams zusammen, ist aber auch einigen Schweizerinnen, die europäisch erfolgreich sind und zum Teil Champions-League spielen zu verdanken. Vermehrt wird seither in den Medien darüber berichtet. Es ist aber noch viel Luft nach oben, zum Beispiel in der Förderung des Schweizer Frauenfussballs und in der medialen Berichterstattung.

Sie haben soeben Ihre Berufslehre als Fachfrau Betreuung in einer Kita absolviert und starten demnächst mit der Berufsmatura. Daneben trainieren Sie vier Mal pro Woche Fussball und dazu kommen noch die Spiele an den Wochenenden. Was ist Ihr Antrieb diesen Aufwand zu betreiben und worin liegt die Faszination für Fussball?

Leandra-Sherylin Flury: Ich will mich in den Trainings immer weiter verbessern – an meine Grenzen und auch darüber hinaus gehen, sodass auch in den Spielen eine Leistungssteigerung erkennbar ist. Nur so komme ich meinen Zielen näher.
Besonders nach der Arbeit und der Schule ist das Training für mich ein wichtiger Ausgleich zum Alltag. Mir gefällt am Fussball besonders, dass man als Team erfolgreich sein kann.
Es ist mir aber auch sehr wichtig, dass ich eine gute Ausbildung habe. Beruflich möchte ich hinter dem stehen können, was ich den ganzen Tag tue und natürlich möchte ich auch Freude daran haben. Der Frauenfussball in der Schweiz ist noch nicht so weit, dass ich nur darauf setzen und davon leben könnte.

Wie schätzen Sie Ihre persönlichen und fussballerischen Stärken ein?

Kommunikation liegt mir, sei dies auf dem Platz oder bei der Arbeit. Auch mein Ehrgeiz kommt mir in beiden Bereichen zugute. Ich fordere viel von mir und gebe mich nicht mit wenig zufrieden.

Fussballerisch hat sich bisher mein Offensivdrang als Verteidigerin bewährt. In der vergangenen Saison habe ich einige Tore durch direkte Freistösse und Penaltys erzielt und ich bin kopfballstark. Ich habe eine relativ gute Spielübersicht und ein Auge für meine Mitspielerinnen. Offensiv und defensiv bin ich zweikampfstark und riskiere auch oft mal was.
Ich bin offen, habe Durchhaltevermögen und auch die nötige Frustrationstoleranz. Auch meine Vernunft und Disziplin haben mich bis anhin weitergebracht.

Fotos: FCZ

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