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Unterhaltung und Pilates

Susanne Kunz ist Moderatorin beim Schweizer Fernsehen, Schauspielerin und Kabarettistin.

Frau Kunz, Sie haben als Mutter von zwei Kindern Karriere gemacht. Was sollten junge Frauen beachten, die Ihrem Beispiel folgen wollen?

Susanne Kunz: Sich bewusst sein, dass die Doppelbelastung zehren wird, wohl merkbar erst nach einigen Jahren. Sich auch unbedingt immer wieder Auszeiten gönnen, um neue Energie zu finden. An sich selber denken und sich Gutes tun ohne schlechtes Gewissen! Den Druck, überall perfekt sein zu müssen abbauen und auch mal 5 grade stehen lassen. 

Gelten in der Unterhaltungsindustrie unterschiedliche Standards für Männer und Frauen?

Ich denke schon, dass die Frauen mehr nach dem Äusseren beurteilt werden und schneller zu alten Eisen gehören, als Männer. Es gibt weniger Film-und Theaterrollen für Frauen als für Männer, das ist immer noch sehr unausgeglichen. Frauen ab 40 werden kriegen weniger Angebote als jüngere Frauen. Im TV sieht man immer wieder sehr alte Männer Sendungen moderieren. Die Frauen gehen meistens vorher von selbst, weil sie selber finden, dass sie zu alt aussehen, oder weil sie als ältere Frauen abgesetzt werden. Beide Mechanismen sind zu überdenken!

Wären Sie als Mann auf die Welt gekommen, wie würde Ihr Leben heute verlaufen?

Ich habe keine Ahnung, wie ich als Mann leben würde. Was ich aber bei den Männern ist, dass sie suchend sind und sich neu positionieren wollen, als Ehemänner, als Väter, sowie als Mitglieder der Gesellschaft. Dass sie sich überdenken und dass sie in eine neue Rolle schlüpfen wollen, reflektierter. 

Müssten Sie drei Fragen aus Ihrer Quizsendung «1 gegen 100» beantworten, würden Sie sich für das Thema «Pilates» oder für «Yoga» entscheiden?

Natürlich für Pilates, da ich eine Ausbildung zur Pilateslehrerin gemacht habe und heute auch als solche arbeite. Noch lieber wäre mir das Thema Faszien, denn damit arbeiten wir in unserem Pilatesstudio. Das Bindegewebe verbindet nicht nur unsere Muskeln und Sehnen, sondern verbindet sich auch noch mit unserem Nervensystem, sprich mit unseren Emotionen. Ein sehr spannendes Gebiet!

Für «Arnikakügelchen» oder «Baguette»?

Beides gut. Aber lieber mag ich Baguette mit leckeren Weichkäse und einer Flasche Rotwein.

Für «Kochen» oder für «Philosophie»?

Für das Kochen, weil man beim Kochen und dann vor allem beim Essen sehr oft in sehr schöne, philosophische Gespräche kommen kann.

Foto: Amanda Nikolic

www.susannekunz.ch

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