Allgemein

Gehirnaktivität korrigieren

Prof. Dr. Nicole Wenderoth (*1970) ist Professorin für Neuronale Bewegungskontrolle am Departement Gesundheitswissenschaften und Technologie der ETH Zürich. Sie erforscht wie das menschliche Gehirn Verhalten kontrolliert und entwickelt neue Verfahren um diese Prozesse gezielt zu beeinflussen. Solche Neuromodulationsverfahren verwenden sensorische Reize, Elektro- oder Magnetstimulation die nicht-invasive, d.h. durch den intakten Schädel wirken und Hirnströme beeinflussen. Zukünftige Technologie werden diese Verfahren in Echtzeit auf die Gehirnaktivität abstimmen um pathologisch veränderte Gehirnaktivität zu korrigieren, zum Beispiel während der Erholung von einem Schlaganfall zu unterstützen, oder um Schlafphasen zu optimieren.

Frau Wenderoth, Sie erforschen, wie unser Gehinr tagsüber oder im Schlaf stimuliert werden kann. So sollen neue Therapien entstehen. Kann Neuromodulation auch zur raschen Stressreduktion eingesetzt werden?

Prof. Dr. Nicole Wenderoth: Die Neuromodulation steckt momentan noch in den Kinderschuhen. Im Labor beginnen wir langsam die Möglichkeiten und Grenzen dieser Technologie zu verstehen und erste vielversprechende Anwendungsfelder zu definieren. Nach meiner Einschätzung liegt eine Anwendung zur Stressreduktion aber noch relativ weit in der Zukunft, auch weil wir noch nicht genug darüber wissen wie Stress entsteht.

Weiterführende Links:

> ETH Zürich, Prof. Dr. Nicole Wenderoth
> YouTube-Videos mit Nicole Wenderoth