Alle Artikel in: 2019

Rollenerweiterungen von Frauen und Männern

Es sind also nicht mehr vor allem gleiche Freiheiten und Rechte wie Männer im Blick, sondern Rollenerweiterungen von Frauen und Männern. Gleichstellung eben. Der Begriff «Feminismus» untergräbt nun den Prozess fast eher. Nicht für jene, die wissen, wofür er steht, sondern für jene, die das Gleichstellungsanliegen offen annehmen, vor allem junge Menschen, denen aber das ausschliesslich weibliche im Wort nicht passend erscheint. Es ist weniger möglich, all die Menschen damit abzuholen, die heute einsteigen.

Nicht in den eigenen vier Wänden

Dass wir Frauen wählen können, dass es einen Mutterschaftsurlaub gibt, dass Gleichstellung im Gesetz verankert ist oder dass Vergewaltigung in der Ehe bestraft wird, haben wir engagierten Feministinnen der letzten hundert Jahren zu verdanken. Wir können heute auf dem aufbauen, wofür sie gekämpft haben.

IG Frau und Museum

Die häufig zitierte Frage «Muss Frau nackt sein, um ins Museum zu kommen?» kommt nicht von ungefähr. Die bisherigen Darstellungen sind meist von Männern und ihrem männlichen Blick auf Frauen geprägt. Hingegen ist die Tatsache, dass Frauen die Gesellschaft immer mitgestaltet und dadurch das Überleben der Menschheit ermöglicht haben, sozusagen aus der Geschichte getilgt.

Geburtlichkeit

In der Philosophiegeschichte hat man uns Menschen viele Jahrhunderte lang als «die Sterblichen» bezeichnet. Man hat uns also vom Ende her gedacht, und das hat sich stark auf das Menschenbild ausgewirkt, das bis heute dominant ist. Dieses Menschenbild ist geprägt von Todesangst und entsprechend von der Ausrichtung auf ein phantasiertes Jenseits.

Höhere Löhne

Nach der Minireform zur Lohngleichheit muss es jetzt endlich vorwärts gehen und Frauen müssen höhere Löhne bekommen. Den Schwung wollen wir nutzen, um griffige Massnahmen gegen die Gewalt an Frauen zu erreichen und in den Wahlen so viele Frauen wie noch nie ins Parlament zu bringen. Die Frauen aller Generationen und politischer Haltung sollen gemeinsam kämpfen, um am 14. Juni einen Frauenstreik mit Auswirkungen zu feiern.

Wirtschaft ist Care

Caroline Krüger, Dr. phil., Erwerbsarbeit an der Medizinischen Fakultät der UZH, alleinerziehende Mutter eines Sohnes, engagiert für den Verein und vor allem den Denkansatz Wirtschaft ist Care.

Aus der Geschichte getilgt

Anita Fetz, Historikerin und selbstständige Unternehmensberaterin ist Ständerätin des Kantons Basel-Stadt. Sie engagiert sich seit Jahrzehnten für die Gleichstellung der Geschlechter. Mit ihrer Firma femmedia ChangeAssist berät sie seit über 30 Jahren Firmen im Bereich Gleichberechtigung und sie hat viele Nachwuchsförderprogramme für Frauen entwickelt.

Gestaltung von Macht

Dr. phil. / Dipl. Coach Regula Stämpfli, Politik-Dozentin mit Schwerpunkt Hannah Arendt, political Design and Digital Transformation, Bestseller-Autorin und unabhängige wissenschaftliche Beraterin für die Europäische Union, ist eine der anerkanntesten Experten für Demokratie, Medien und Digitalisierung.